Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus, 4320 Perg, Mühlsteinstraße 43. Geöffnet von Mai bis Oktober jeden ersten Samstag von 14 bis 17 Uhr und nach Voranmeldung. Telefon: Harald Marschner: 0664 18 03 253; Manfred Hörzenberger 0664 23 09 961; E-mail: h.a.marschner@gmail.com; Offenlegung und Datenschutz

Herzlich Willkommen im Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus

Der Museumsbetrieb beginnt heuer am Samstag, 8. Mai 2021. Der Saisonstart fällt somit in die Aktionswoche der oberösterreichischen Museen zum Internationalen Museumstag, weshalb das Museum auch am Sonntag, 9. Mai 2021 geöffnet ist. 

Öffnungszeit am Eröffnungswochenende und an allen weiteren offenen Samstagen (bis Oktober jeder erste Samstag im Monat) ist jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Im Gelände des „Scherer“ Mühlsteinbruches ist ein einfaches, 1802 erbautes Wohnhaus einer Steinbrecherfamilie fast original erhalten geblieben. Das Haus wurde im Jahr 2007 sorgfältig restauriert und als Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus eröffnet. Das Haus gibt einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse einfacher Leute im 19. Jahrhundert. In einem kleinen Museumsraum werden Dokumente, Werkzeuge und Produkte der Steinbrecher bzw. Mühlsteinhauer präsentiert. Im Freigelände wurde eine originale Werkhütte der Steinarbeiter wieder aufgebaut, in der verschiedene Mühlsteine gezeigt werden. 

Das Mühlsteinmuseum macht nicht nur die Geschichte der Gewinnung und Bearbeitung von Perger Mühlsteinen sichtbar, sondern auch die Steinmüllerei, das Mahlen von Getreide. Mühlsteine aus verschiedenen Gesteinen für unterschiedliche Mahlvorgänge zeigen die Vielfalt des Mahlens. 
Die "Meisingermühle" wurde aus dem Maltatal nach Perg übersiedelt und ergänzt das Museum um eine funktonsfähige Bauernmühle, die nach dem ursprünglichen Bauernhof benannt ist, wo einst damit die Steinmüllerei betrieben wurde.

Die Perger Mühlsteinhauer waren über Jahrhunderte die wichtigsten Erzeuger von Mühlsteinen in den österreichischen Landen. Seit dem Mittelalter wurden Mühlsteine aus dem besonders harten Perger Sandstein heraus gehauen. Die Zunft war so bedeutend, dass Kaiser Rudolf II im Jahre 1582 deren Handwerksordnung bestätigt hat. Er gewährte auch das Privileg, wenn im Land ob der Enns ein Mühlsteinbruch gefunden wird, dieser nur von den Perger Mühlsteinbrechern genutzt werden darf.


Peter Fraundorfer, BA, Universität Wien, Mitarbeiter am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW, Jahrgang 1994, aus Klam, hat 2019 im Rahmen seiner Studien die erste wissenschaftliche, vergleichende Arbeit über die Perger und die Wallseer Mühlsteinbrecher Zünfte und deren Handwerksordnungen vorgelegt. Wir danken Peter Fraundorfer für diese Initiative, die den Mühlstein, eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit, in den Mittelpunkt rückt


Für Familien mit Kindern von 7 bis 12 Jahren haben wir eine Rätselrallye quer durch das Museum vorbereitet. Näheres dazu bitte mit dem nachstehenden Link aufrufen.